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Kritik zu englischen Fremdwörtern in der deutschen Sprache

I. Vorbemerkungen
Seit einiger Zeit ist es bei uns bedauerlicherweise Mode, englische Wörter anstatt deutscher Wörter zu verwenden. Viele englische Wörter werden nahezu zwanghaft anstatt deutscher verwendet. Hierdurch wird die deutsche Sprache verhunzt. Wer ist schuld? Eindeutig die Werbeindustrie. Alle anderen haben es über die Massenmedien übernommen. Es gab zwei Schübe: um 1975 (Rockmusik, Kleidung) und um 1990-dato. Die Motivation ist möglicherweise in der Suche nach Internationaliät (weltoffenheit) und Modernität zu suchen, was jedoch jeweils ein billiges Argument ist. Soll man seine kulturelle Identität dafür aufgeben? Hat man nicht genug Selbstbewußtsein? Wir sollten uns für eine Sprache entscheiden.
II. Auswirkungen
1. Falschbezeichnungen
Manche scheinbar englischstämmige Wörter sind überhaupt nicht englisch: Handy (handliches Gerät) als Mobiltelefon (eigentlich "cellular phone" oder "mobile phone").
2. Kuriose (sinnenleerte) Wortbildungen
Englische Wörter werden teilweise völlig gedankenlos mit deutschen Wörtern vermengt. Beispiele:
- "Backshop" (Rückgeschäft) für "Backwarengeschäft"
- "abhotten" (hochheizen) für "die Nacht durchtanzen"
Nicht auszudenken, wie lachhaft diese Wörter für einen Engländer sind, wenn er ihre Intention erkennt...
3. weitere schlimme Wortbildungen
- "downloaden" für "Daten überspielen"
- "chillen" für "nach dem Discobesuch ausruhen"
- "sponsern", "Sponsor", "Sponsoring" für "gegen Werbung finanzieren"
4. Ersetzungen
- "Teamassistentin" für "Sekretärin"
- "Servicepersonal" für "Kellner"
- "Facility Manager" für "Hausmeister"
- "Flip Flops" für "Badesandalen"
--- MUSS DAS DENN SEIN ? ---
III. Verweise
1. Literatur
"Der Spiegel"
2. Internet
1. Allgemeines, Verschiedenes
Verein deutsche Sprache http://vds-ev.de/denglisch/
mit umfangreichem Vokabularium
Allgemeines http://www.rhetorik-netz.de/rhetorik/stichwort/index2.html?RahmentestUmleitung:/rhetorik/denglisch.htm knapp u. aufschlußreich (mit einem interessanten Zitat von Jil Sander - der Königin aller Sprachpanscher)
Streitgespräch (geführt unter Studenten) "Denglisch - Ein Fall für den Gesetzgeber?" http://www.uni-mannheim.de/fakul/jura/ls/falk/Dokumente/Veranstaltungen/SS%202003/Denglisch%20_%20Ein_Fall_fuer_den_Gesetzgeber.doc
2. Werbebeispiele
Salzstangenbeispiel
("unsere Salzletten heißen jetzt Saltletts sticks")
Das Angebot der hannoveranischen Fa. Lorenz (ehem. Bahlsen) umfaßt v.a. Laugengebäck u.ä. - es betitelt seine Palette mit "snackworld"(!)
 

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